Die Snow-und Mitarbeiter-Produktion von "Unter Dem Milchwald", 1993 in New
York gegründet, tritt an College- und Universitätscampusen und ausgewählten
kommerziellen Bühnen auf. Die Truppe kann seit 2003 gebucht werden.
Unser besonderer Dank gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer
Feier am 29. 6. 1997 mit Werken von Dylan Thomas, T.S. Eliot und anderen im
Andenken an unseren früheren Leiter James MacAaron, mit einem Extraauftritt
von Tony Randall.

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ProjektBeschreibung:
"Überfluss der Sorge lacht, Überfluss der Freude weint."
-- William Blake, Sprichwörter der Hölle
DYLAN THOMAS gab einem frühen Entwurf von "Unter dem Milchwald" einen
passenden Namen: "Die Stadt War Irre".
Entgegen der herkömmlichen Beschreibung des Schauplatzes als merkwürdigem
waliser Seehafen führt ein genaues Lesen des Textes zu einer anderen
Ansicht:
Die fiktive Stadt, die Dylan Thomas "Llareggub" nannte, ist eine
Gemeinschaft, bevölkert von Bigamisten, Pädophilen, Nekrophilen,
Nymphomanen, von Satanisten und von Kannibalen...
um nur einige seiner `bunten kleinen exzentrischen Verschrobenheiten` zu
nennen. Es ist eine Stadt, in der die Funktionsstörungen, die von Alkoholismus bis
zu Fremdenfeindlichkeit reichen, eine Art und Weise sind, das Leben zu
führen. Sogar der Name des Ortes "Llareggub" ist rückwärts buchstabiert
"Buggerall", was soviel heißt wie "Alles Sodomisten".
Wie ein Einwohner scheinbar spontan erwähnt. "Das ist ein böser Haufen, der
hier lebt, wenn man mal drüber nachdenkt." Dieser unscheinbare Kommentar erklärt viel über den Subtext der Geschichte,
auf den diese Produktion sich konzentriert.
Anders als die herkömmliche Darstellung von Llareggub als eine Art
wunderliches kleines Waliserdorf, das man sich in einem freundlichen
farbigen Reisekatalog ansehen kann, zeigt diese Produktion die dunklere
Seite des Lebens, die von Lügen versteckt wird. ..."UNTER einem Milchwald".
Ohne die Schönheit der Sprache Thomas` zu veringern, oder seinen Sinn für
Humor, deckt sie den makaberen Kern auf, der unter der dünnen Schicht von
Llareggubs liebenswerter ländlicher Exzentrizität liegt.
Diese Produktion steht irgendwo zwischen "Unsere Stadt" und "Deliverance" ,
trotzdem ist sie voller Stimmung. Ja, das Publikum lacht , häufig und laut.
Was ist an einer Stadt voller Soziopathen so lustig? Wir glauben, daß Dylan
Thomas die Antwort kannte: das Leben wird besser gelebt mit dunkler
Leidenschaft als mit blitz-blanker Höflichkeit; die Bewohner von Llareggub
sind mit all ihren Fehlern göttliche Geschöpfe, die Vergebung und
Akzeptanz, Gelächter und Liebe verdienen.
Gegen Ende des Stückes betet Reverend Eli Jenkins zu seinem Schöpfer, und
gibt babei die Aussage des Autors wieder:
Wir sind nicht insgesamt schlecht oder gut
Die wir unser Leben unter einem Milchwald führen
Und Du, das weiß ich, wirst der erste sein,
Der unsere beste Seite sieht, nicht unsere schlechteste
Die Charaktere von Thomas bringen uns zum Lachen, selbst wenn sie sich mit
viel mehr Todsünden befassen, als wir sie in der Welt draußen begehen.Warum
lachen wir? Weil diese fremden Charaktere, trotz ihrer Sünden, nicht so
anders sind als Sie und ich.
Diese Produktion zwingt Teile des Publikums dazu, das Gelächter zu
unterbrechen, und sich die ernüchternde Frage zu stellen
"Wen lachen wir aus?" Und die Antwort kann sehr gut sein: "Uns selbst!"
-- J. Hamel
-- D. Snow
MEHR KRITIKEN über "UNTER DEM MILCHWALD"
"wenn ich in`s Theater gehe, erwarte ich Wunder, ich glaube daran, daß
Zeichen geschehen, Geschichten erklärt werden, Geheimnisse sich auflösen und
entwirren. Die Aufführung von "Unter Dem Milchwald" unter der Leitung von
Dan Snow war ein solches Ereignis!"
-- G. Walker, Radiostation WFIU
Die ehrgeizigste, bemerkenswerteste Zusammenarbeit der `Windfall Dancers`
war "Unter Dem Milchwald " im September...
Jedes Mitglied der Besetzung übernahm mehrere Rollen. Rachel Hamilton als
Erzähler und E. Shrader als Geiger glänzten besonders. Vom Geist über den
Mörder bis hin zum Nachtschwärmer brachte die Aufführung die Poesie von D.
Thomas mit packender Handlung, lebhafter Musik und praller Inszenierung auf
die Bühne."
-- N. Ritter, Bloomington Independent
Die üppige, erdige Sprache, donnert manchmal fast, manchmal flüstert sie
fast zum Publikum
-- J. Felix, Williamsport Sun-Gazette
Unter Dem Milchwald ist häufig inszeniert worden, und sehr erfolgreich...
er erlaubt den Stimmen, ihren Zauber zu entfalten.
-- C. Barnes, New York Post
Es ist meisterhafter Stil. Es ist schön. Es ist Dylan Thomas.
-- M. Garmel, Indianapolis Star
Eine solide, unterhaltende Produktion, unterstützt von einer gut- geprobten
und begabten Truppe...
-- N. Riddle, Bloomington Independent
Diese Produktion ist gewidmet dem Gedenken an
James MacAaron
1929-1997
Direktor, Schauspieler, Mentor, Freund
Gute Nacht süßer Prinz
Und Engelsschwärme singen Dich zur Ruh`
The fine print:
All text and images © Snow & Associates
Logo by Mary Kean
Photo of Sept. '99 show by Shawn-Paul Luchin
Last updated: 10 May 2003
URL for this site:
http://www.arch.org/deutsch.htm
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